Was sind die Bollinger Bänder?

Adrian Sarwari

Die Bollinger Bänder zählen zu den technischen Indikatoren und wurden von John Bollinger Anfang der 1980er entwickelt. Nach Bollinger (2001), entstanden sie aus der Notwendigkeit adaptiver Handelssignale. Zu der Zeit wurde verbreitet angenommen, dass Volatilität statisch und nicht dynamisch ist. Mithilfe der Bollinger Bänder sollen Investor:innen reaktiver handeln können. 

Bollinger (2001) stellt für die Verwendung drei Bollinger-Bänder dar. Das mittlere Band, welches den gleitenden Durchschnitt repräsentiert, sowie zwei weitere Bänder, welche jeweils eine bestimmte Anzahl von Standardabweichungen über und unter dem Mittelwert liegen. Die Werte bewegen sich mit dem Aktienkurs und dienen als Maß für die hohen und niedrigen Preise. Bollinger (2001) zeigt, dass Preise auf relativer Basis hoch oder niedrig sind, wenn der Kurs das obere Band oder das untere Band schneidet. Je näher sich dem oberen Band genährt wird, desto überkaufter ist eine Anlage und je näher sich dem unteren Band genährt wird, desto überverkaufter.

Nach Hayes (2023) kann dieser Indikator gewinnbringend mit anderen Indikatoren kombiniert werden, hierzu nennt er als Beispiel den RSI-Indikator. Als Richtwert wird der 20-Tage SMA dargestellt und Hayes (2023) zeigt, dass mit den zwei Standardabweichungen das beobachtete Preisverhalten innerhalb der Bänder liegen wird und nach der Studie von Liu et al. (2006) waren es 94% der Fälle im betrachteten Testzeitraum jedes Jahr.

Literaturverzeichnis

Hayes, A. (2023, 18. Januar). Bollinger Bands®: What They Are, and What They Tell Investors. Investopedia. Abgerufen am 21. Mai 2023, von https://www.investopedia.com/terms/b/bollingerbands.asp

Bollinger, J. (2001). Bollinger on Bollinger bands. McGraw-Hill New York.

Liu, W. et al. (2006). Black--Scholes’ model and Bollinger bands. Elsevier. Physica A: Statistical Mechanics and its Applications.

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