Was macht der Exponential Moving Average (EMA)?

Ähnlich dem zuvor dargestellten SMA verhält sich der exponentiell gleitende Durchschnitt (Exponential Moving Average (EMA)). Nach Hill (2018) greift der EMA die Idee auf, dass Investoren mehr Aufmerksamkeit auf die jüngsten Preisbewegungen legen sollten.

Adrian Sarwari

Der EMA ist eine Art von gleitendem Durchschnitt, mit dem Unterschied, dass schneller auf kurzfristige Preisänderungen reagiert werden kann als beim SMA. Hill (2018) erklärt, dass die jüngsten Kursdaten höher gewichtet werden. Unter der Verwendung einer exponentiellen Gewichtsfunktion wird den älteren Kursdaten weniger Gewicht zugeordnet. 

Hill (2018) zeigt, dass zwei EMAs auch die Volatilität aufzeigen, wenn eine Aktie für oder gegen ihn läuft. Dennoch beschreibt er auch die Nachteile des Indikators, wie die unzureichende Reaktionsstärke, falls es zu einem plötzlichen Fall oder Aufstieg eines Aktienkurses kommt. Trotz der hohen Gewichtung der jüngsten Preisdaten könnte die unerwartete Reaktion des Marktes gegen ihn handeln. Hill (2018) vermeidet so zum Beispiel die Investition in niedrig kapitalisierte Aktien, da niedrig kapitalisierte Aktien eine höhere Volatilität aufweisen und die Verwendung des Indikators erschweren. Dennoch gilt die reine Einschätzung eines EMAs als unzureichend für ein aussagekräftiges Handelssignal. In der folgenden Grafik fällt auf, dass der EMA aufgrund der exponentiellen Glättung näher am Aktienkurs liegt als der SMA.

Literaturverzeichnis

Hill, A. (2018, 03. August). Exponential Moving Average – 5 Simple Trading Strategies. Trading Sim. Abgerufen am 19. Mai 2023, von https://tradingsim.com/blog/exponential-moving-average

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